Für den BMD Bankimport ist eine strukturierte Bankdatei die beste Ausgangsbasis. Wenn Ihre Bank CAMT.053 bereitstellt, verwenden Sie diese Datei direkt. Auch MT940, Edifact und ein von BMD unterstützter CSV-Export sollten nicht erst über PDF konvertiert werden. Nur wenn tatsächlich bloß ein PDF-Kontoauszug vorliegt, müssen die Buchungsdaten in eine saubere CSV- oder XLSX-Struktur extrahiert werden.
Die Formatwahl ist keine technische Nebensache. Eine native Bankdatei enthält die Transaktionen bereits in getrennten Feldern, etwa Buchungsdatum, Valutadatum, Betrag, Verwendungszweck, Gegenpartei und Referenzen. Je nach Format kommen Auszugs- und Saldeninformationen hinzu. Im PDF sind dieselben Informationen dagegen nur visuell angeordnet: Zeilen können über Seiten umbrechen, Spaltenüberschriften wiederholen sich und ein mehrzeiliger Verwendungszweck lässt sich leicht von der zugehörigen Buchung trennen.
Gehen Sie deshalb nach der Datei vor, die Sie von der Bank erhalten:
- CAMT.053 vorhanden: Wählen Sie in BMD das dazu passende CAMT-Importformat. CAMT.053 ist XML-basiert und transportiert strukturierte Transaktions- und Kontodaten.
- MT940 oder Edifact vorhanden: Importieren Sie das jeweilige Bankformat direkt. Ob CAMT.053 für einen neuen Ablauf die bessere Wahl ist, lässt sich anhand der Unterschiede zwischen MT940 und CAMT.053 beurteilen.
- Saubere Bank-CSV vorhanden: Prüfen Sie Spalten, Zeichencodierung, Dezimaltrennzeichen und Datumsformat. Passt der Export zu einem vorhandenen BMD-Format, braucht es keine PDF-Extraktion.
- Nur PDF vorhanden: Erzeugen Sie eine Tabelle, deren Spalten gezielt auf die spätere BMD-Zuordnung ausgerichtet sind. Das PDF bleibt dabei der Kontrollbeleg, nicht die Importdatei.
Die gewählte Quelle entscheidet auch über die Arbeit beim ersten Import. Bei CAMT.053 oder MT940 ist die Feldstruktur durch das Format weitgehend vorgegeben. Bei CSV und insbesondere bei einer aus PDF erzeugten Tabelle müssen Sie Spaltenreihenfolge, Betragslogik und Referenzfelder selbst eindeutig zuordnen. Ein Export, der technisch als CSV gespeichert ist, aber Buchungstext, IBAN und Betrag in einer einzigen Spalte vermischt, ist noch keine belastbare strukturierte Quelle.
Bankauszugskreis und Importformat in BMD vorbereiten
Der Bankauszugskreis verbindet in BMD das Bankkonto mit dem Importverfahren und der laufenden Verarbeitung der Auszüge. Richten Sie daher nicht einfach einen beliebigen CSV-Import ein, sondern prüfen Sie zuerst, ob der Kreis dem richtigen FIBU-Mandanten, Bankkonto und Sachkonto zugeordnet ist. Bei mehreren Konten oder Währungen verhindert eine eindeutige Bezeichnung, dass ein technisch korrekter Auszug im falschen Kreis landet.
Die genaue Menübezeichnung hängt von der eingesetzten NTCS-Version, den installierten Modulen und den Benutzerberechtigungen ab. In einer dokumentierten NTCS-Variante wird der Kreis in der Bankauszugsverbuchung über Funktionen → Stammdaten → Bankauszugskreis → Neu (F5) angelegt. Ist dieser Pfad in Ihrer Umgebung nicht vorhanden, suchen Sie nach Bankauszugskreis und gleichen die abweichende Maske mit der BMD-Dokumentation oder der kanzleiinternen Verfahrensbeschreibung ab.
Im Kreis wählen Sie das Importformat passend zur Quelldatei:
- Für eine CAMT.053-Datei das vorgesehene CAMT-Format.
- Für MT940 oder Edifact das jeweils entsprechende Bankformat.
- Für eine bestehende Bank-CSV entweder ein bereits passendes BMD-Format oder eine konfigurierbare CSV-Zuordnung.
- Für eine aus PDF erzeugte Tabelle eine CSV-Zuordnung, deren Spalten dem Extraktionsergebnis entsprechen.
Für frei aufgebaute Tabellen ist in BMD die Option CSV-Datei mit Feldauswahl Kontoauszug relevant. Bei der ersten Einrichtung dient eine Beispieldatei als Muster für Trennzeichen, Spaltenfolge und Feldzuordnung. Verwenden Sie dafür eine kleine, repräsentative Datei mit Kopfzeile und mehreren Buchungsarten, nicht den gesamten Jahresauszug. Eine Gutschrift, eine Belastung und ein mehrzeiliger Verwendungszweck decken bereits viele Zuordnungsfehler auf.
Kontrollieren Sie vor dem ersten Lauf außerdem Auszugsnummer und Zeitraum. Die Nummerierung muss an den zuletzt verarbeiteten Auszug anschließen und zum Originalbeleg passen. Ein falsch gesetzter Startwert kann dazu führen, dass ein Auszug als bereits verarbeitet erscheint oder dieselbe Periode unter einer neuen Nummer nochmals eingelesen wird. Bei einem neuen Konto dokumentieren Sie den ersten importierten Zeitraum; bei einem bestehenden Konto vergleichen Sie ihn mit der letzten in BMD verbuchten Buchung.
Felder beim ersten Import richtig zuordnen
Speichern Sie eine Feldzuordnung erst, wenn jede Spalte fachlich geprüft ist. Dass BMD einen Wert einlesen kann, heißt noch nicht, dass er im richtigen Feld oder mit der richtigen Buchungsrichtung ankommt.
| Quelldaten | Zuordnung und Prüfung |
|---|---|
| Buchungsdatum | Muss je Transaktion vorhanden sein. Prüfen Sie, ob Tag und Monat richtig interpretiert werden und nicht das Auszugsdatum auf jede Zeile übernommen wurde. |
| Valutadatum | Ergänzend zuordnen, sofern die Bank es liefert. Es ersetzt das Buchungsdatum nicht. |
| Betrag | Entweder einen vorzeichenbehafteten Betrag oder getrennte Soll- und Haben-Spalten verwenden. Belastungen und Gutschriften müssen in BMD in der richtigen Richtung ankommen. |
| Verwendungszweck | Umgebrochene Zeilen zu einem vollständigen Text je Transaktion verbinden. Referenzen und Zahlungsangaben dürfen nicht am Seiten- oder Zeilenwechsel verloren gehen. |
| Gegenkonto | Als buchhalterische Zuordnung in BMD nur setzen, wenn die Importdatei beziehungsweise das gewählte Modell dafür eine belastbare Vorgabe enthält. Es ist nicht dasselbe wie die Bankverbindung der Gegenpartei. |
| Gegenpartei und IBAN | Als eigene Felder zuordnen, wenn die Bankdatei sie strukturiert liefert. Stehen sie nur im Buchungstext, dürfen daraus nicht ungeprüft vermeintlich sichere Stammdaten werden. |
| Auszugs- oder Belegnummer | Mit dem Bankauszugskreis und dem Originalauszug abgleichen. Die Nummer muss über alle Seiten desselben Auszugs konsistent bleiben. |
| Saldo- und Kontrolldaten | Nur dann als Importfelder zuordnen, wenn das gewählte BMD-Format sie ausdrücklich vorsieht. Andernfalls separat für die Abstimmung erhalten. Sie sind keine gewöhnlichen Buchungszeilen. |
Beim Betrag ist die häufigste Fehlerquelle eine doppelte Richtungslogik. Enthält die CSV bereits negative Werte für Belastungen, darf eine zusätzliche Soll/Haben-Spalte dieselben Zeilen nicht nochmals umkehren. Liefert die Quelle dagegen zwei getrennte Betragsspalten, muss das Mapping daraus genau eine Buchungsrichtung ableiten. Prüfen Sie das Ergebnis an einer Abbuchung und einer Gutschrift mit bekannten Beträgen.
Mehrzeilige Texte brauchen eine eigene Kontrolle. Der Verwendungszweck kann im PDF über mehrere sichtbare Zeilen laufen, während IBAN, Mandatsreferenz oder Zahlungsreferenz daneben beziehungsweise darunter stehen. Im Import muss daraus eine Transaktionszeile werden. Rutscht die IBAN in den Verwendungszweck, obwohl dafür eine eigene Spalte vorgesehen ist, stimmen meist Spaltenerkennung oder Zeilenzusammenführung der Quelldatei nicht. Korrigieren Sie die Datei oder das Mapping, statt den Fehler nach jedem Import manuell auszubessern.
Testen Sie die Zuordnung mit wenigen repräsentativen Buchungen und vergleichen Sie jede davon mit dem Originalauszug. Der Test sollte mindestens eine Belastung, eine Gutschrift, einen mehrzeiligen Buchungstext und eine Transaktion mit strukturierter IBAN enthalten. Erst wenn Datum, Betrag, Richtung, Gegenpartei und Referenzen stimmen, wird die Zuordnung für weitere Auszüge desselben Formats gespeichert.
Nur PDF vorhanden: Kontoauszug als CSV oder XLSX für BMD aufbereiten
Ein PDF-Export ist die Ausweichroute, wenn die Bank keine strukturierte Datei mehr bereitstellt, etwa bei älteren Konten, ausländischen Bankverbindungen oder bereits archivierten Portal-Downloads. Fragen Sie vor der Konvertierung dennoch bei der Bank nach CAMT.053 oder einem anderen unterstützten Export. Eine native Bankdatei ist für den BMD-Import verlässlicher als eine nachträglich aus dem Seitenlayout rekonstruierte Tabelle.
Liegt nur das PDF vor, bauen Sie die Ausgabedatei bereits nach der späteren BMD-Zuordnung auf. Sinnvolle Transaktionsspalten sind:
- Buchungsdatum und, sofern vorhanden, Valutadatum
- Betrag als vorzeichenbehafteter Wert oder getrennte Soll- und Haben-Spalten
- vollständiger Verwendungszweck
- Gegenpartei und IBAN, soweit im Auszug eindeutig ausgewiesen
- Auszugsnummer oder Belegnummer, sofern sie je Buchung benötigt wird
Anfangssaldo, Endsaldo, Auszugszeitraum und weitere auszugweite Kontrolldaten gehören in einen getrennten Kontrollblock oder ein separates Tabellenblatt. Übernehmen Sie sie nur dann in die Import-CSV, wenn das gewählte BMD-Format eigene Felder dafür vorsieht. Wiederholen Sie solche Auszugswerte nicht ungeprüft auf jeder Transaktionszeile.
Jede Tabellenzeile muss genau einer Transaktion entsprechen. Seitenkopf, Kontoinhaber, wiederholte Spaltenüberschrift und Übertragssaldo gehören nicht als Buchung in die CSV. Läuft ein Verwendungszweck über zwei oder drei PDF-Zeilen, werden diese Inhalte in einer Zelle derselben Transaktion zusammengeführt. Saldozeilen bleiben als Kontrollinformation erhalten, dürfen aber nicht wie Zahlungsbewegungen importiert werden.
Mit Invoice Data Extraction können Sie PDF-Kontoauszüge hochladen, die benötigten Felder und die gewünschte Zeilenstruktur beschreiben und das Ergebnis als XLSX oder CSV herunterladen. Für den BMD-Fall sollte die Anweisung ausdrücklich eine Transaktion pro Zeile, die gewünschte Betragslogik und getrennte Felder für Verwendungszweck, Gegenpartei und IBAN festlegen. Das System plant die Extraktion vor der Verarbeitung; Werte, die manuell geprüft werden sollten, können als Review Needed gekennzeichnet werden. Es garantiert damit weder fehlerfreie Daten noch übernimmt es den Import in BMD.
Für den hier beschriebenen BMD-Weg ist CSV die Importdatei. XLSX eignet sich als Prüf- und Bearbeitungsformat; nach der Kontrolle speichern Sie die endgültige Tabelle als CSV und ordnen deren Spalten im Bankauszugskreis zu. Wer PDF-Kontoauszüge in Excel oder CSV umwandeln möchte, kann beide Formate erzeugen. Für einen konkreten österreichischen Exportweg zeigt der Beitrag, wie sich Bank-Austria-Kontoauszüge nach Excel oder CSV exportieren lassen.
Texterkennung und -verarbeitung sind in österreichischen Unternehmen ein etablierter KI-Anwendungsfall: Unter den österreichischen Unternehmen, die 2025 KI nutzten, setzten 73 % Technologien zur Texterkennung und -verarbeitung ein. Das geht aus dem STATreport zum IKT-Einsatz in Unternehmen 2025 von STATISTIK AUSTRIA hervor. Die Zahl beschreibt die Verbreitung dieser Technologie, nicht die Genauigkeit einer konkreten Extraktion und auch keine Funktion von BMD.
Prüfen Sie die Tabelle vor dem Speichern als Importdatei zeilenweise auf Brüche im Seitenlayout. Besonders kritisch sind Jahreswechsel, Dezimaltrennzeichen, negative Beträge, über Seiten fortgesetzte Buchungstexte und Zeilen, in denen eine IBAN unterhalb des Namens steht. Anfangs- und Endsaldo müssen mit dem PDF übereinstimmen; andernfalls fehlt eine Transaktion, eine Zeile wurde doppelt erkannt oder eine Saldozeile irrtümlich als Buchung behandelt.
Bankauszug abstimmen, bevor Sie in BMD verbuchen
Nach dem Einlesen ist der Bankauszug noch nicht fertig verarbeitet. Stimmen Sie den Import gegen den Originalauszug ab, bevor Sie Buchungen freigeben oder gespeicherte Kontierungsregeln auf den gesamten Zeitraum anwenden.
Beginnen Sie mit den Kontrollwerten des Auszugs:
- Stimmen importierter Zeitraum und Auszugsnummer mit dem PDF beziehungsweise der Bankdatei überein?
- Stehen die Transaktionen in der erwarteten chronologischen Reihenfolge?
- Entspricht der Anfangssaldo dem Endsaldo des vorherigen Auszugs?
- Ergibt der Anfangssaldo zuzüglich aller Gutschriften und abzüglich aller Belastungen den ausgewiesenen Endsaldo?
- Wurden bereits importierte Tage oder Auszugsnummern nochmals eingelesen?
Prüfen Sie danach mindestens eine Belastung und eine Gutschrift vollständig. Betrag und Soll/Haben-Richtung müssen mit dem Bankbeleg übereinstimmen. Sind alle Vorzeichen spiegelverkehrt, liegt der Fehler im Mapping; drehen Sie nicht jede Buchung einzeln um. Eine einzelne abweichende Zeile deutet eher auf ein uneinheitliches Betragsfeld oder eine falsch interpretierte Soll- beziehungsweise Haben-Spalte in der Quelldatei hin.
Für die inhaltliche Kontrolle vergleichen Sie Offene-Posten-Zuordnung, Gegenkonto, IBAN, Zahlungsreferenz und Verwendungszweck. Automatische Kontierungen und gespeicherte Regeln sind erst dann hilfreich, wenn die importierten Referenzen vollständig sind. Fehlt etwa die Kundennummer am Ende eines abgeschnittenen Verwendungszwecks, kann eine ansonsten richtige Regel den falschen offenen Posten auswählen. Der Bankimport ist damit ein konkreter Arbeitsschritt der vorbereitenden Buchhaltung mit BMD in Österreich, nicht bloß ein Dateiupload.
Typische Fehler lassen sich meist an ihrem Muster erkennen:
| Fehlerbild | Wahrscheinliche Ursache | Korrektur |
|---|---|---|
| Neueste Buchung steht zuerst, BMD erwartet die umgekehrte Folge | CSV wurde in absteigender Chronologie exportiert | Quelldatei sortieren oder die Importreihenfolge in der Zuordnung korrigieren |
| Buchungsdatum fehlt, Valutadatum ist gefüllt | Falsche Datumsspalte zugeordnet | Buchungsdatum verpflichtend mappen und Valutadatum nur ergänzend führen |
| IBAN steht im Verwendungszweck | Spalten wurden beim PDF-Export zusammengezogen | Extraktion beziehungsweise CSV-Spalten korrigieren und Mapping neu prüfen |
| Verwendungszweck endet mitten im Satz | Mehrzeiliger Text wurde am Zeilen- oder Seitenwechsel abgeschnitten | Fortsetzungszeilen je Transaktion zusammenführen |
| Auszugsnummer passt nicht zum Original | Startnummer im Bankauszugskreis oder Quellfeld ist falsch | Nummerierung vor dem erneuten Import berichtigen |
| Endsaldo weicht ab | Buchung fehlt, ist doppelt vorhanden oder eine Saldozeile wurde als Transaktion eingelesen | Abweichung über Betrag und Reihenfolge eingrenzen, Quelldatei bereinigen und Testimport wiederholen |
Bleibt nach diesen Prüfungen eine Saldoabweichung, vergleichen Sie die Transaktionen vom ersten abweichenden laufenden Saldo an. Dort liegt gewöhnlich die ausgelassene, doppelte oder falsch gerichtete Zeile. Erst wenn Zeitraum, Nummerierung, Vorzeichen, Salden und stichprobenartige Offene-Posten-Zuordnungen stimmen, wird der Auszug in BMD verbucht.
Rechnungsdaten mit Anweisungen in natürlicher Sprache nach Excel extrahieren
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